Fusion zwischen GKD Rhein-Sieg /Oberberg und itec solingen gmbh
Dienstag, 11. November 2008
Im Zusammenschluss größer und stärker werden – diesen Effekt machen sich der Zweckverband Gemeinsame Kommunale Datenverarbeitung Rhein-Sieg /Oberberg (GKD) und die itec solingen gmbh, die bisher die Stadt Solingen mit IT-Support versorgte, zunutze.
Zum 1. Januar 2009 werden beide fusionieren. Die rund 100 Mitarbeiter der GKD und die 25 Mitarbeiter, die vorher bei der itec beschäftigt waren, werden dann in einem gemeinsamen Verband tätig sein. Mit einem Vollsortiment an ITDienstleistungen werden sie ca. 8.500 Kunden bei Kommunen, kommunalen Eigenbetrieben und Institutionen im Rhein- Sieg-Kreis, Oberbergischen Kreis und Solingen versorgen. Im Zuge der Fusion wird das Rechenzentrum der itec in Solingen komplett an den Standort Siegburg umziehen. Dort ist auch der Hauptdienstsitz des erweiterten Verbandes. Eine Außenstelle, ähnlich wie die GKD diese bereits in Gummersbach unterhält, soll es in Solingen künftig geben. itec-Geschäftsführer Dr. Stefan Wolf wechselt zum 1. Januar in die GKD-Geschäftsleitung nach Siegburg. Kostenersparnisse und eine Optimierung ihres Dienstleistungsangebotes sehen Alfred Meinerzhagen, erster Geschäftsführer der GKD, und der künftige zweite Geschäftsführer Dr. Wolf als Hauptvorteile der Fusion. Eine hoch komplexe technische Infrastruktur muss nicht zweimal, sondern nur an einem Standort vorgehalten werden. Hinsichtlich der Stärken, die der jeweilige Partner hat, können beide voneinander profitieren. „Die itec hat ihren Schwerpunkt beim technischen Support, die GKD hat auch Verwaltungsspezialisten und kennt sich bestens mit Lösungen aus, die auf die speziellen Anforderungen der Fachämter zugeschnitten sind. So können wir uns ergänzen“, erläutert Alfred Meinerzhagen diesen positiven Effekt. Die Stadt Solingen wird durch die Fusion bereits im nächsten Jahr bares Geld sparen. Sie trat dem Zweckverband GKD mit Beschluss des Solinger Stadtrates vom 6. November 2008 bei. Eine Million Euro weniger muss sie in 2009 für IT-Dienstleistungen ausgeben, weil sie diese nicht mehr über die als GmbH wirkende itec, sondern über den gemeinsamen Verband einkauft. Für 4,4 Millionen Euro wird die GKD die Computer und technischen Einrichtungen sowie die darauf ablaufenden Softwarelösungen für die vielfältigen Aufgaben in der Stadtverwaltung und den sonstigen städtischen Gesellschaften betreuen. Nutzen für Solingen von der Kostenseite her: Weil die GKD eine Körperschaft öffentlichen Rechtes ist, braucht sie keine Umsatzsteuer abzuführen und muss diese nicht auf ihre Kunden umlegen. Auch Synergiewirkungen, die sich aus der Zusammenlegung ergeben, senken die Kosten für die Kunden. „Unsere übrigen Kunden werden aus dem Zusammenschluss ebenfalls Vorteile ziehen“, ist Alfred Meinerzhagen sicher.