03.01.2000 - Datumsumstellung auf das Jahr 2000 brachte keine nennenswerten Fehler
Computer-Crash blieb aus
GKD das ganze Neujahrswochenende im Einsatz
Nachdem die Datumsumstellung in der Neujahrsnacht bereits keine nennenswerte Probleme brachte, verlief auch der Start in den ersten Arbeitstag bei den Kommunalverwaltungen des Rhein-Sieg-Kreises und des Oberbergischen Kreises routinemäßig. Kein Computer spielte verrückt und keine Systeme stürzten in den virtuellen Abgrund. Landrat Frithjof Kühn, Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Gemeinsame Kommunale Datenverarbeitung Rhein-Sieg/Oberberg (GKD), und der Geschäftsführer Alfred Meinerzhagen konnten heute morgen erleichtert die Nachricht aus den der GKD angeschlossenen Verwaltungen und kommunalen Betriebe entgegen nehmen: „Alle Systeme im `grünen Bereich´ !“
Die etwa eineinhalb-jährige Vorbereitung auf den Jahrtausendwechsel hat sich ausgezahlt. Denn das Jahr2000-Problem wurde bei der GKD sehr ernst genommen. Immerhin galt es, etwa 180 Kommunalanwendungen, die in den vernetzten Computersystemen innerhalb des Zweckverbandes ablaufen, jahr2000-fest zu machen. Um dies zu gewährleisten, hatten nicht nur die Programmierer, verstärkt durch externe Kräfte, eine Vielzahl Überstunden geleistet. In mehreren Testläufen, bei denen das Datum der Rechnersysteme vorgestellt wurde, wurden die Anwendungen systematisch auf die Jahr-2000-Festigkeit hin untersucht. Selbst am 01. und 02. Januar des Jahres 2000 noch checkten 45 Computerspezialisten der GKD ihre Systeme durch. Sie wurden am Sonntag unterstützt von Anwendern in den Kreis- und Rathäusern. Es beteiligten sich etwa 200 Sachbearbeiterinnen und -bearbeiter in den Fachbereichen der Kommunalverwaltungen. So konnten auch tatsächlich noch ein Paar Restfehler entdeckt werden, so z.B. das Ablaufen von Gültigkeitsdaten für Passwörter, die noch den 31.12.1999 aufwiesen.
Frithjof Kühn, ließ es sich als Verbandsvorsteher nicht nehmen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angesichts ihres großen persönlichen Einsatzes noch am Sonntagmittag zu danken. Ihm war die Erleichterung anzumerken, dass am ersten Öffnungstag der Verwaltungen im neuen Jahr2000 der computerunterstützte Bürgerservice sichergestellt war.
Am Neujahrstag waren auch die örtlichen Systemspezialisten in den Kreis- und Rathäusern in den Test des komplexen Netzwerkes einbezogen, um die Kommunikation zwischen etwa 150 Server- und 4.500 Arbeitsplatzsystemen sicherzustellen.
Das Verbandsgebiet des Zweckverbandes umfasst mit etwa 2000 km ² und 850.000 Einwohnern einen riesigen Einzugsbereich. Der Zweckverband GKD zählt zu den größten Kommunalen Datenverarbeitungszentralen in Nordrhein-Westfalen. Die vielfältigen Verflechtungen, die es hier zu berücksichtigen gibt, sind deutlich komplexer als in einer einzelnen Großstadt. Entsprechend umfassende Koordinierungen waren erforderlich. Die kommunale Gemeinschaftsarbeit hat sich auch bei diesem komplexem Problem bewährt. Sowohl die Beteiligten vor Ort, wie auch die Spezialisten im Rechenzentrum haben auf partnerschaftlicher Basis intensiv und erfolgreich zusammengearbeitet.
„Der Zweckverband GKD hat, nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen ermittelt, etwa 2 Mio. DM für die Jahr 2000 Umstellung aufgewendet,“ so Meinerzhagen. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Die vorsorglich entwickelten Krisenpläne konnten in der Schublade bleiben, alle Komponenten waren vor dem ersten Arbeitstag des neuen Jahres einsatzbereit und funktionierten einwandfrei.